LIEFERFÄHIGKEIT DER INDUSTRIE

 Im März konnten die Zweiradhändler nicht über Umsätze klagen, wohl aber über die Lieferfähigkeit ihrer Lieferanten. Quer durch das Sortiment, aber vor allem bei den E-Bikes gab es große Probleme. „Grauenhaft, unzuverlässig, dilettantisch“ sind nur drei Adjektive, die uns auf unsere Nachfrage zum Thema Lieferfähigkeit von verschiedenen Händlern genannt wurden.Ein Händler: „Selbst dieverbindlichen Vorordern von der Eurobike (August 2011) und der Bike Expo (Juli 2011) werden teilweise nur sehr unzuverlässig geliefert. Wofür fahren wir eigentlich auf die Messe und machen uns die größten Gedanken und Pläne, wenn sowieso alles über den Haufen geschmissen wird?“Leider sind hiervon fast alle Marken betroffen, hieß es weiterhin.

Diese Entwicklung macht uns Sorgen! Die positive Entwicklung der Zweiradbranche darf durch diese Probleme keinen Dämpfer erhalten. Eine vernünftige und gezielte Warenversorgung des Handels muss gewährleistet sein, um die Kunden zufrieden zu stellen und den Boom des Zweirades, von dem alle Branchenpartner profitieren, weiter voranzutreiben.

Vorschlag eines VDZ-Mitglieds: „Vielleicht sollte man einfach einmal 5 Modelle im Jahr weniger auf den Markt bringen, um dann mit dem vorhandenen Produktsortiment den Fachhandel besser versorgen zu können“.

Haben auch Sie Probleme mit der Lieferfähigkeit der Industrie? Bitte teilen Sie uns dies unbedingt mit, denn nur so können wir Ihnen und allen Betroffenen helfen. Gerne nehmen wir auch in Ihrem Interesse Gespräche mit den Industrievertretern bzw. deren Verband auf! Schreiben Sie uns! 

Marktsituation des Fahrradhandels

Präsentation anlässlich der ZIV-Pressekonferenz am 21.03.2012 in Berlin

Anlässlich der Präsentation der Wirtschaftsdaten 2011 durch den Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) am 21.03.2012 Gebäude des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung in Berlin, saß auch unser VDZ-Geschäftsführer Thomas Kunz mit auf dem Podium und berichtete über die Marktsituation des Fahrradhandels aus Sicht des VDZ.

Herr Kunz sprach u. a. über die wirtschaftliche Entwicklung im Zweiradhandel im Jahr 2011:

Der weiter anhaltende Trend zum Fahrrad und der günstige Witterungsverlauf, vor allem im ersten Halbjahr 2011, haben dem Fahrradhandel nach einer Stagnation im Vorjahr ein deutliches Umsatzplus von ca. 8-10 Prozent beschert.

Gerade in der ersten Hälfte des Jahres konnte der Fahrradhandel, durch die günstige Witterung beflügelt, deutlich zulegen und zum Teil Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich erzielen. Im Verlauf des Jahres hat sich diese positive Entwicklung zwar abgeflacht, das gesamte Jahr ist aber im Hinblick auf die Umsatzentwicklung sehr zufriedenstellend verlaufen.

Der Umsatzanstieg der Branche lag im letzten Jahr über der Entwicklung des gesamten Einzelhandels, der in 2011 mit einem Plus von nominal 2,4 Prozent (real 0,5 Prozent) zufrieden sein muss.

Mengenmäßig betrachtet, also gemessen an der Stückzahl der verkauften Räder, dürfte der Absatz an Fahrrädern nicht so stark gestiegen sein, weil der weiterhin starke Zuwachs bei den E-Bikes auf Grund der höheren Durchschnittspreise in erster Linie für die Umsatzzuwächse verantwortlich war.

Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass vom „E-Bike-Boom“ vor allem mittlere und größere Fachgeschäfte profitiert haben. Die kleineren Betriebe konnten somit keine so ausgeprägt positive Umsatzentwicklung verzeichnen.

Wie schon seit einigen Jahren, war auch in 2011 die Branchenkonjunktur wieder überlagert von deutlich unterschiedlichen Firmenkonjunkturen.

Dabei haben Händler, die ein marktgerechtes Sortiment vorhalten konnten, deutlicher profitiert als andere. Eine ausreichende Bevorratung sowie auch die gründliche Vorbereitung auf veränderte Verbrauchererwartungen waren dabei von entscheidender Bedeutung.

Weitere Themen waren die Entwicklung der E-Bikes und allgemeine Entwicklungstrends im Fahrradfachhandel. Die komplette Presseinfo können Sie hier einsehen:

files/ZIV-Pressegesprch_21_03_2012_FFENTLICH.pdf

 

1 Milliarde zusätzlich für Verkehrswege

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vorgelegte Projektliste für das „Infrastrukturbeschleunigungsprogramm" beschlossen. Damit steht ab 2012 eine zusätzliche Milliarde Euro für Investitionen in Straße, Schiene und Wasserstraße bereit.

Doch es gibt keinen Grund zur Freude über diese „Großzügigkeit", denn gleichwohl wurden die Zuschüsse für den Radwegebau um mehrere Millionen gekürzt.

Unseres Erachtens wird hier der falsche Weg beschritten und zu wenig für die Bedeutung des Rades getan.

Dass das Fahrrad zunehmend als Verkehrsmittel für Kurzstreckenfahrten in der Stadt und natürlich auch in der Freizeit genutzt wird, wird seitens der Politik nicht honoriert.

Auch dem erhöhten Fahraufkommen, das durch E-Bike-Nutzung auch von bisher Nicht-Radfahrern generiert wird, wird mit solchen Planungen keinerlei Rechnung getragen. Bei solchen Fehlentscheidungen muss man sich auch nicht über Unfallzahlen wundern.

Die Vorgehensweise zeigt deutlich, dass Radfahren eine deutlich bessere Lobby braucht. Zusammen mit unseren Partnern in der Zweiradbranche arbeiten wir daran!

 

ERFOLGREICHES JAHR FÜR DIE ZWEIRADBRANCHE

Das Jahr 2011 hat der Fahrradbranche einen hohen Umsatzzuwachs beschert. Erste vorliegende Zahlen lassen auf ein zweistelliges Umsatzplus schließen.In der ersten Hälfte des Jahres konnte der Fahrradhandel aufgrund der günstigen Witterung deutlich zulegen. Im Verlauf des Jahres schwächte sich diese Entwicklung etwas ab, zum Jahresende wirkte sich die fahrradfreundliche Witterung aber wieder positiv auf die Umsatzzahlen aus.

In erster Linie waren die E-Bikes für die positive Entwicklung verantwortlich. Ersten Zahlen zufolge sind die prognostizierten Ziele in 2011 erreicht, wenn nicht sogar übertroffen worden. Wie bereits im Vorjahr erzielte die Fahrradbranche ein deutlich besseres Ergebnis im Vergleich zum gesamten Einzelhandel. Die Branchenkonjunktur im Jahre 2011 war wie in den Vorjahren überlagert von deutlich unterschiedlichen Firmenkonjunkturen. In 2012 erwarten wir einen weiterhin stabilen Trend zum Radfahren. Die daraus entstehende Nachfrage wird auch in diesem Jahr zu befriedigenden Umsätzen führen. Das steigende Qualitätsbewusstsein der Verbraucher wird die Position des Fachhandels stabil halten.

 

Niederlage für „Gewerbe-Auskunft-Zentrale“

Mit Urteil v. 14.02.12 -I-20 U 100/11- hat das OLG Düsseldorf der sog. „Gewerbe-Auskunft-Zentrale“ nunmehr endgültig bei Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu € 250.000,00 für den Fall der Zuwiderhandlung die weitere Verbreitung ihrer in irreführender Weise korrekturabzugsfähig aufgemachten „Eintragungsofferte“ untersagt. Revision gegen dieses Urteil wurde nicht zugelassen. Damit dürfte ein fast 2-jähriger Spuk zu Ende gegangen sein, auf den tausende Gewerbetreibende hereingefallen sind und geschädigt wurden. Endgültig aufatmen können auch die 15 Einzelhandelsbetriebe in OWL, die sich vertreten und beraten durch den EHV, damit erfolgreich gegen die ihnen gegenüber von der „Gewerbe-Auskunft-Zentrale“ geltend gemachten Zahlungsansprüche von jeweils € 1.138,12 gewehrt und ihre leichtsinnigerweise abgegebenen Unterschriften auf den Formularen wegen arglistiger Täuschung erfolgreich angefochten haben.

 

 

 

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