Wohin die Reise geht...

Auch das Thema des diesjährigen Handelskongresses des HDE im November in Berlin machte es deutliche: Die neue Handelswelt ist stationär – digital –grenzenlos.

Die Vertriebsschienen kreuzen sich, vermischen sich immer mehr und werden in Zukunft nicht mehr auseinander zu halten sein. Als Resultat wird aus stationär und digitalem Handel irgendwann nur noch HANDEL – hier heisst es auch für den Zweiradhandel nichts zu verpassen!

Die digitale Entwicklung hat großen Einfluss auf die Kaufentscheidung des Kunden. Die Produktsuche beginnt zumeist online. Die Kunden kommen extrem gut informiert ins Geschäft, was hohe Anforderungen an Ihr qualifziertes Personal stellt. Teile oder Zubehör werden oftmals gleich online gekauft.

Auch der Zweiradhandel muss auch diese Entwicklung reagieren und ihr Geschäftsmodell auf diese Zukunft ausrichten.

Social Media beherrscht zunehmend die Kommunikation. Man mag es gut oder schlecht finden – es ist die Realität und die Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Für keine Branche –also auch für den Zweiradhandel nicht.

Aber auch das Marketing verändert sich durch das Internet, durch soziale Netzwerke erreicht man immer mehr Kunden. Diese können allerdings auch durch ihre Meinungsäußerung, sei es zur Beratung,  zum Geschäft oder dem eigentlichen Produkt, über Wohl und Weh des Händlers richten. Darum ist es wichtig, dass die Bedeutung von sozialen Netzwerken und die Tragweite der dort getroffenen Aussagen auch kleinen und mittelständischen Unternehmen bewusst wird. Hier geht es nicht mehr nur um eine weitere Kommunikationsebene, vielmehr stehen wir vor einer branchenübergreifenden Veränderung der Kommunikations- und Medienlandschaft.

Der Händler kann sich Social Media zu Nutze machen, indem er mit seinen Kunden aktiv kommuniziert, Wissen vermittel und gut zuhört. Wer mit Bildern arbeitet, mit denen er Sehnsüchte und Gefühle weckt, macht sich dieses Medium in seiner besten Form zu Nutze.

Das Social Web zu ignorieren, ist nicht mehr möglich – also heisst es, sich darum kümmern! Weniger ist vielleicht mehr, aber nichts geht nicht. Informieren Sie sich beim Spezialisten. Der VDZ hilft Ihnen gern bei der Suche!

Etat-Aufstockung für den Radverkehr

Der Etat für den Verkehr vom Haushaltsausschuss der Bundesregierung wurde nunmehr um 750 Millionen Euro aufgestockt. 10 Millionen davon, also nur etwas mehr als 1 %, sollen in den Radwegebau fließen.

Hierdurch wird deutlich, welche Bedeutung dem Radverkehr beigemessen wird. Zwar wurden die geplanten Kürzungen im Etat für den Radwegebau durch diese Gelder etwas abgemildert, jedoch kann man dies wohl kaum als Zeichen seitens des Ministerium für den Radverkehr sehen.

Aus Sicht des VDZ nützt es nichts, sich seitens der Bundesregierung nur positiv für die Förderung des Radverkehrs auszusprechen. Hier müssen den sicher gut gemeinten Zeichen auch aktive Taten folgen!

Energiewende: Handel fordert faire Lastenverteilung

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich jetzt in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine faire Lastenverteilung bei der Energiewende eingesetzt. Der Verband plädiert unter anderem dafür, die Ausnahmetatbestände bei der EEG-Umlage auf den Stand von 2008 zurückzuführen und auf die geplante Offshore-Umlage zu verzichten.

„Die derzeitigen Regelungen belasten den Handel und die Verbraucher unverhältnismäßig mit den Kosten der Energiewende. Ein Grund dafür sind die immer weiter ausufernden Ausnahmetatbestände für energieintensive Industrieunternehmen bei der EEG-Umlage", so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.

Diese müssten wieder auf den Stand von 2008 zurückgeführt werden. Ansonsten drohe eine weitere Kostenexplosion. „Allein die geplante Anhebung der EEG-Umlage führt im Handel zu einer jährlichen Zusatzbelastung von 780 Millionen Euro. Insgesamt zahlt der Handel im kommenden Jahr damit 2,5 Milliarden Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien", so Sanktjohanser.

Dazu käme noch die im August vom Bundeskabinett beschlossene Offshore-Umlage, die den Handel mit 100 Millionen Euro treffen würde. Sanktjohanser: „Hier sollen die Stromverbraucher für Versäumnisse beim Netzausbau zur Kasse gebeten werden. Das kann nicht Sinn der Sache sein."

Forschungslandkarte Retourenmanagement

Die steigendende Retouren-Anzahl erfordert innovative Problemlösungsansätze. Um Theorie und Praxis besser miteinander zu verknüpfen, startet die Forschungsgruppe Retourenmanagement eine Erhebung, um den Forschungsbedarf aus Praxissicht zu ermitteln.

Ein zentrales Ziel der Forschungsgruppe Retourenmanagement besteht darin, Wissenschaft und Praxis besser aufeinander abzustimmen. Die Entwicklung von passgenauen Lösungsvorschlägen gelingt allerdings nur, wenn den Forschern die aktuellen Probleme und Herausforderungen der Praxis bekannt sind. Deshalb verfolgt das aktuelle Projekt das Ziel, eine praxisgeleitete Forschungsagenda bzw. Forschungslandkarte aufzustellen.

Die Umfrage richtet sich an Retourenmanagement-Ent-scheidungsträger und -experten, Produzenten, Händler, Logistikdienstleister und Unternehmensberater.

Die Teilnahme ist ab sofort bis einschließlich 07.12.2012 möglich und dauert im Durchschnitt ca. 12 Minuten. Zugang zur Studie erhalten Sie über den Onlinefragebogen unter folgendem Link: http://ww2.unipark.de/uc/Forschungslandkarte-Retourenmanagement/?a=pm_zrh

Die Forschungsgruppe Retourenmanagement verpflichtet sich, alle erhobenen Daten streng vertraulich zu behandeln und nur in anonymisierter Form auszuwerten. Alle Teilnehmer der Umfrage erhalten eine ausführliche Aufbereitung der Ergebnisse.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.retourenforschung.de oder www.uni-bamberg.de/pul, Ansprechpartner Björn Asdecker, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Einzelhandel prangert Folgen der GEZ-Gebührenreform an

Dem Protest der Einzelhandelsverbände in ganz Deutschland zum Trotz: Die GEZ-Gebührenreform ist beschlossene Sache und soll ab dem 1. Januar 2013 in Kraft treten. Doch der Schritt von einer geräte- zu einer betriebsbezogenen Abgabe stellt die Handelsunternehmen vor teils immense finanzielle Mehrbelastungen. Mit der Online-Plattform www.gebuehrenwucher.de lanciert der Handel deshalb eine bundesweite Protestaktion.

Die durchschnittliche Belastung je Einzelhandelsunternehmen wird bei vielen Betrieben um das Zwei- bis Dreifache steigen. Die eklatanten Steigerungen entstehen durch ungerechte Berechnungsgrundlagen in der GEZ-Novelle. So wird die Höhe des Beitrages an der Zahl der Mitarbeiter bemessen.

Das Problem: Die Zählung erfolgt statisch pro Kopf. So zahlt der Inhaber eines Betriebes mit 5 in Teilzeit und 4 in Vollzeit angestellten Mitarbeitern, wenn er ausschließlich PCs und keine Radio- oder Fernsehgeräte nutzt, künftig dreimal so viel wie bisher.

Die Einzelhandelsverbände - federführend der HDE - haben deshalb bereits frühzeitig eine ausgewogenere Lösung gefordert. Die grundsätzliche Diskriminierung der durch filialisierte Unternehmen und hohe Teilzeitquoten gekennzeichneten Branche blieb jedoch bestehen.

Mit der Seite www.gebuehrenwucher.de starten die Einzelhandelsverbände deshalb mit vereinten Kräften eine Kampagne gegen die Ungerechtigkeiten der GEZ-Novelle.

Mittels eines Tarifrechners können die Unternehmen auf der Plattform ihre Beiträge ab 2013 berechnen und die teils explodierenden Mehrkosten anonymisiert an die Einzelhandelsorganisation melden.

Der HDE will mit dem gemeinsamen Protest auf die Benachteiligung des Handels aufmerksam machen und für die Branche unbedingt notwendige Nachbesserungen erreichen.

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