Geschenk-Gutscheine – Immer wieder Unklarheiten

Gerade zur Weihnachtszeit werden – auch im Zweiradhandel – Gutscheine verkauft.

Es gibt jedoch einiges zu beachten, sowohl für den Aussteller als auch für den Beschenkten: Gutscheine gelten nicht ewig, sondern unterliegen einer Verjährung.

Geschenkgutscheine werden häufig zeitlich befristet, was grundsätzlich zulässig ist. Die Frist darf jedoch nicht zu kurz sein. Eine klare rechtliche Regelung gibt es hier bedauerlicherweise nicht. Teilweise wird entschieden, dass eine Befristung von einem Jahr zu knapp ist und der Kunde hierdurch benachteiligt wird.

Ein Gutschein ist grundsätzlich 3 Jahre bis zum Jahresende gültig ist, wenn er nicht vom Händler befristet wird.

Wird ein Gutschein nach Ablauf der gestellten Frist noch zur Einlösung vorgelegt, hängt dies von der Kulanz des Händlers ab. Eine Einlösung gegen Ware kommt für den Händler oftmals nicht mehr in Betracht. Rechtlich wird jedoch die Ansicht vertreten, dass er trotzdem den seinerzeit eingesetzten Geldbetrag auszahlen muss, abzüglich des ihm entgangenen Gewinns. Wenn er die Geldsumme ohne Gegenleistung einbehält, macht er sich der Ungerechtfertigten Bereicherung schuldig.

Wir empfehlen, auf jeden Fall ein Gutscheinbuch zu führen, um notfalls nachvollziehen zu können, wann man an wen welchen Gutschein verkauft hat.

Und immer wieder: Thema Helmpflicht

Erneut geistert das Thema Helmpflicht durch die Presse. Bundesverkehrsminister Ramsauer sieht Handlungsbedarf: „Wenn nicht bald jeder 2. Radfahrer freiwillig einen Helm trägt, muss die Helmpflicht kommen".

Diese Diskussion ist nicht neu, aber für den Zweiradhandel nach wie vor kein Thema. Studien und Erfahrungen aus dem Ausland beweisen, dass diese Art der Reglementierung eher abschreckend auf Radfahrer wirkt. Ein Beispiel hierfür ist Australien, wir berichteten im Zweirad Nr. 4/2011. Dort hat sich die Zahl der Radfahrer auf letztlich 50 % reduziert!

Der VDZ lehnt eine Helmpflicht ab und hat dies in einem Schreiben an Verkehrsminister Ramsauer noch einmal mit Nachdruck geäußert.

Wir setzen auf Aufklärung und Sensibilisierung der Fahrradfahrer in puncto Sicherheit. Außerdem unterstützen wir das Tempolimit von 30 km/h für Kfz in Wohngebieten und plädieren für eine bessere Ausstattung von Kfz mit elektronischen Erkennungssystemen. Unabdingbar ist u. E. auch die konsequente Anpassung des Radwegenetzes an die wachsenden Bedürfnisse des Radverkehrs.

Mit Sicherheit – Akku-Handhabung im Winter

…aus Händlersicht

Auf alle Zweiradhändler, die auch E-Bikes in ihrem Sortiment führen, kommt nun – wie immer zum Herbst – die Problematik der Akku-Lagerung und vor allem –Ladung zu.

Es muss nicht erwähnt werden, dass dies ein sensibles Thema ist und man hier gewissenhaft vorgehen muss.

Laden Sie die Akkus auch über Nacht? Haben Sie Geschäft und Privatwohnung unter einem Dach?

Haben Sie Rauchmelder installiert oder besitzen Sie einen Safe bzw. planen, diesen anzuschaffen?

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, empfehlen wir Ihnen unbedingt, sich mit Ihrer Versicherung in Verbindung zu setzen!

…aus Kundensicht

Die im vorherigen Artikel beschriebene Problematik stellt sich natürlich auch Ihren Kunden. Wie soll dieser den Akku über Winter lagern, wie mit dem Aufladen umgehen?

Bei der richtigen Information Ihrer Kunden kann Ihnen ein vom VDZ entwickeltes Merkblatt weiterhelfen. Hierin werden Hinweise zur optimalen Pflege und auch zur Ladung des Akkus gegeben.

Wir können Ihnen das Schreiben als PDF oder Word-Version zusenden, so können Sie es gleich auf Ihren Firmenbogen übertragen. Eine

Cycling Industrie Club gegründet

Das Fahrrad findet immer mehr Freunde, auch die Hersteller reagieren darauf. Auf der Eurobike haben führende Unternehmen aus der Fahrradindustrie und die European Cyclists’ Federation (ECF) den "Cycling Industrie Club" gegründet.

Die "European Cyclists‘ Federation" mit Sitz in Brüssel vertritt die Interessen von Radfahrern und setzt sich ein für eine fahrradfreundlichere Verkehrspolitik und die Förderung des Radfahrens auf internationaler Ebene ein. Mehr als 60 Organisationen aus 40 Ländern sind dort Mitglied.

Die ECF entwirft eigene Programme zur Fahrradförderung, organisiert die jährlich stattfindende internationale Fahrrad-Konferenz Velo-City und hat erhebliche Fortschritte bei der Finanzierung von Fahrrad-Projekten auf EU-Ebene erzielt

Die Idee, die Kräfte der Fahrradindustrie und des ECF zu bündeln, ist nicht neu. Auf der diesjährigen Eurobike wurden Nägel mit Köpfen gemacht: Zusammen mit führenden internationalen Unternehmen wie Accell, DT Swiss, Schwalbe, Selle Royal, Sram, Trek und Trelock gründete der ECF den "Cycling Industrie Club" (CIC). Die beteiligten Unternehmen haben ihre finanzielle Unterstützung zugesichert, um den Anteil der Fahrradnutzung in Europa bis 2020 zu verdreifachen.

Eine Intensivierung der Beziehungen zwischen Industrie und Befürwortern und eine schlagkräftige Interessenvertretung von lokal bis international ist für alle Beteiligten von großem Interesse.

Der Club soll die Lobbyarbeit des ECF zur Förderung einer europaweiten fahrradfreundlichen Politik finanzieren. Die Mitglieder rufen andere Unternehmen ebenfalls zum Beitritt auf.

Eine Million Euro soll 2012 in Lobbyarbeit investiert werden - dem Fachhandel kann’s nur recht sein!

Datenschutz

Der Countdown für selektive Werbung läuft und die Datenschutzbestimmungen werden verschärft. Für vor dem 01.09.09 gesammelte Kundendaten sollte man sich langsam auf die aktuelle Regelung einstellen. Weiterhin genutzt werden können Listendaten, die allgemeine Daten wie Name, Anschrift und Geburtsjahr (nicht Datum) des Beworbenen enthalten, welche allgemein zugänglich sind und auch erworben werden können. Wichtig! Ab dem 01.09.2012 ist selektive Werbung nicht mehr erlaubt. Unter selektiver Werbung versteht man z.B., dass Sie nur noch bis zum Stichtag Ihren Kunden zum Geburtstag gratulieren dürfen, anschließend nicht mehr, da Sie Gefahr laufen, abgemahnt zu werden. Oder aber ein Mailing an alle Kunden, deren Einkauf bei Ihnen zwei Jahre zurückliegt, ist laut Gesetz dann auch nicht mehr erlaubt. Für solche selektiven Werbe-Mails an Endverbraucher benötigen Sie zukünftig, wie schon jetzt für Telefon-, E-Mail- und Fax-Werbung) die Zustimmung Ihrer Kunden auf Basis des Opt-in-Verfahrens.

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