Die Marktsituation des deutschen Fahrradhandels 2012 aus Sicht des VDZ

 

Präsentation anlässlich der ZIV-Pressekonferenz am 20.03.2013 in Berlin

Am 20. März 2013 präsentierte der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) im Gebäude des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung in Berlin seine Wirtschaftsdaten 2012. Bei dieser Pressekonferenz saß der Geschäftsführer des VDZ, Thomas Kunz, auf dem Podium. Er berichtete über die Marktsituation des Fahrradhandels aus Sicht des VDZ.

Der Konjunkturverlauf im Fahrradmarkt 2012 war, wie zu erwarten, wieder eindeutig von der Witterung geprägt. Auf einem guten Start im Frühjahr folgte mit dem verregneten Sommer ein deutlicher Umsatzeinbruch, der im Zweiradhandel - auch aufgelaufen zu Minuszahlen führte. Der zum Teil noch sommerlich warme und lang anhaltende Herbst sorgte dann für eine Stabilisierung, die im Endergebnis wieder zu einem Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr geführt hat. Das gilt für den Fachhandel, der sich rechtzeitig auf die Trends eingestellt hatte. Der VDZ geht davon aus, dass vor allem in den gut geführten Unternehmen des „Premium-Fachhandels“ ein Umsatzzuwachs von ca. 5 % erzielt werden konnte. Die Gesamtbranche dürfte eher das Vorjahresergebnis nur knapp überschritten haben.

Die hier dargestellte Umsatzentwicklung des Fahrradfachhandels liegt damit wieder über der Entwicklung des gesamten Einzelhandels, der in 2012 ein Umsatzplus von nominell 1,5 Prozent erreichte und damit real (nach Abzug der Preissteigerung von ca.2%) den Vorjahresumsatz nicht ganz erreichen konnte.

Mengenmäßig betrachtet, also gemessen an der Stückzahl der verkauften Räder, hat der Absatz an Fahrrädern allerdings wieder einen leichten Rückgang von ca. 3 % zu verzeichnen.

Das Umsatzergebnis des Fahrradfachhandels war also - wie im Vorjahr - von dem Zuwachs bei den E-Bikes geprägt. Dies führte wiederum zu einer deutlichen Steigerung des Durchschnittspreises aller verkauften Räder auf ca. 515 Euro.

Außerdem ist zu verzeichnen, dass kaum noch von einer allgemeinen Branchenkonjunktur die Rede sein kann. Die Entwicklung war von deutlich unterschiedlichen Firmenkonjunkturen geprägt, die nicht nur von den eigenen Aktivitäten der Unternehmen abhing, sondern auch von der örtlichen Wettbewerbssituation und der regional unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung.

Die Marktbedeutung von filialisierenden Großunternehmen im Fahrradmarkt ist gewachsen, preisaggressive Vertriebsformen beeinflussten zunehmend den Wettbewerb. Der Fahrradmarkt verspürt nach Auffassung des VDZ inzwischen, wie andere Branchen auch, zunehmende Konzentrationserscheinungen.

Beim Absatz der hochwertigen Produkte waren hohe Ansprüche der Käufer an Service, Beratungskompetenz und Lieferfähigkeit des Fachhandels vor Ort erkennbar. Das hatte Auswirkungen auf die Breite und Tiefe der vorzuhaltenden Sortimente in den stationären Handelsbetrieben mit entsprechender Kapitalbindung im Warenbestand. Die zunehmend gut informierten Käufer erwarten unter anderem die unmittelbare Verfügbarkeit der gewünschten Produkte und sind in der Regel nicht bereit, Lieferverzögerungen zu akzeptieren.

Andererseits aber suchten viele Interessenten nach oft intensiven Recherchen im Internet ihren Händler vor Ort auf, um hier das schon „vorgewählte“ Produkt zu erwerben und dieses später hier auch warten und pflegen zu lassen. Das Internet spielte eine zunehmende Rolle - nicht ausschließlich als neuer Wettbewerber, sondern vor allem als Informationsmedium der Interessenten.

Die Möglichkeit, sich bereits vor dem Kontakt mit dem Handel anonym im Internet über Marken, Gebrauchseigenschaften und Qualitäten und natürlich auch Preise informieren zu können wurde von vielen Verbrauchern genutzt.

 Weitere Themen waren die Entwicklung der E-Bikes, Selektiver Vertrieb und die allgemeinen Entwicklungstrends im Fahrradfachhandel. Die komplette Presseinfo können Sie hier einsehen:

files/nachrichten/ZIV-Pressegesprch_20_03_2013_FFENTLICH(1).pdf

Mietverträge mit Ehegatten

Mietverträge zwischen nahen Verwandten und insbesondere Ehegatten erregen als vermutetes Gestaltungsmittel zur Steuerminimierung nicht selten das Misstrauen des Finanzamtes.

Wird ein solches Mietverhältnis auf Grund dessen steuerlich nicht anerkannt, so kann dies für Vermieter und Mieter fatale Folgen haben.

Es ist daher wichtig, dass solche Verträge grundsätzlich schriftlich und unter klarer Vereinbarung der Hauptpflichten, wie der Höhe und Aufgliederung der Miete und Nebenkosten wie mit einem außenstehenden Dritten abgeschlossen und auch tatsächlich durchgeführt (!) werden.

Dynamopflicht vor dem Aus?

Das Fahrrad von heute wird zunehmend mit moderner Batteriebeleuchtung ausgestattet. Innovationen machen auch vor der Fahrradbeleuchtung nicht halt, der gute alte Dynamo wird bald ausgedient haben. Dies hat auch die Politik erkannt und prüft vor diesem Hintergrund die Abschaffung der bisherigen Dynamopflicht, die eine feste Verbindung der Lichtmaschine mit dem Rad vorsieht.

Das Fahrrad von heute wird zunehmend mit moderner Batteriebeleuchtung ausgestattet. Innovationen machen auch vor der Fahrradbeleuchtung nicht halt. Vor diesem Hintergrund prüft nun das Bundesverkehrsministerium die Abschaffung der bisherigen Dynamopflicht, die eine feste Verbindung der Lichtmaschine mit dem Rad vorsieht.

Diese Pläne schrecken die Branche auf: Experten befürchten eine Verschlechterung der Sicherheit, wenn Fahrradfahrer in Zukunft auf den Dynamo bei einem neuen Rad verzichten und sich selbst um die Beleuchtung ihres Fahrrades kümmern müssen. Sorgen bereitet diese Entwicklung nicht nur den Herstellern. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV), aber auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) lehnen eine Änderung der Dynamopflicht ab. Alle befürchten eine deutliche Verschlechterung der Sicherheit für die Radfahrer, wenn Räder ohne Dynamo und Beleuchtung verkauft werden.

Nach Ansicht des VDZ ist eine Dynamo-Pflicht - vor allem für Kinder- , Jugend- und Cityräder - unverzichtbar. Für Trekking-, Off-Road- oder Mountainbikes wäre eine Legalisierung der Batteriebeleuchtung aus unserer Sicht wünschenswert, da diese Räder ja als Sportgeräte zu sehen sind. Beim Pedelec/E-Bike ist die Dynamo-Pflicht bei der heutigen Technik aus unserer Sicht nicht unbedingt erforderlich, da selbst nach Abschalten des Motors immer noch genug Energie vorhanden ist, um eine Beleuchtung des Fahrrades über mehrere Stunden zu gewährleisten.

Aus Fachkreisen wird auf Erfahrungen aus dem Ausland verwiesen, in denen die Dynamopflicht bereits abgeschafft wurde. Die Notwendigkeit eines ständig geladenen Akkus für das Leuchtmittel oder teure und umweltbelastende Batterien könnten Verbraucher dazu bringen, ohne entsprechende Beleuchtung unterwegs zu sein. Diese Befürchtungen richten sich ebenfalls vor allem auf Kinder und Jugendliche aus.

Dienstwagenprivileg ab sofort auch für Fahrräder!

Die mit einem Erlass von den Landesfinanzministerien rückwirkend für 2012 entschiedene steuerliche Gleichstellung von Dienstfahrrädern ermöglicht es Unternehmen nun auch, ihren Mitarbeitern statt eines Dienstwagens ein Dienstfahrrad zur Verfügung stellen.

 „Der Beschluss der Landesfinanzminister ist ein weiterer Schritt zur Anerkennung des Fahrrads als gleichberechtigtes Alltags-Verkehrsmittel", so der ADFC, der sich mit anderen Verbänden aus der Zweiradbranche für diesen Entscheid eingesetzt hatte.

 Für privat genutzte Dienstwagen gilt ja die 1%-Regelung, d. h., der Arbeitnehmer versteuert als geldwerten Vorteil monatlich 1 % des Listenpreises des Fahrzeugs. Diese Regelung ist nun auf Fahrräder ausgeweitet worden. Im Gegensatz zu der Regelung bei Dienstwagen muss der Arbeitsweg nicht versteuert werden.

 Auch der VDZ begrüßt die steuerliche Gleichstellung für Dienstfahrräder, die es Unternehmen ermöglicht, zunehmend E-Bikes oder Fahrräder als Dienstfahrzeuge anzubieten.

 

Bico und Biretco ziehen an einem Strang

Anfang Oktober haben die Verantwortlichen der Bico Zweirad Marketing GmbH in Verl und der Biretco BV in Breda/NL einen Kooperationsvertrag vereinbart. Die beiden Einkaufsgemeinschaften wollen ihr Kräfte bündeln und die jeweiligen Kernkompetenzen des anderen ergänzen.

Die Stärke der Bico in den Bereichen Einkauf und Logistik soll zusammen mit der Erfahrung der Biretco im Vertrieb und Bereich Marketing europaweit eine stärkere Marktposition und somit Vorteile für alle Mitglieder erreichen. National wollen die Partner jedoch weiterhin autark auftreten.

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