Pokémon Go: Monstergeschäft mit Monstern im Geschäft?

Während sich ein Teil der Händler noch über die Scharen von Menschen, die am Smartphone klebend durch die Stadt laufen, wundert, vielleicht sogar ärgert, nutzt ein anderer Teil den aktuellen Hype um das Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go schon für sich. Dass dieser aktuelle Hype vergehen wird, mag sein, aber andere, ähnliche Aktionen werden folgen.

Und sie zeigen deutlich, dass mobile Technologien unseren Alltag zunehmend stark beeinflussen – und dass die Katalysatoren hinter diesen Veränderungen mobile, internetfähige Endgeräte sind. Es ist also notwendiger denn je, darüber nachzudenken, wie diese Veränderungen durch den stationären Handel genutzt werden sollten und welche Infrastruktur sich Kunden und Nutzer in den Städten und stationären Geschäften wünschen.

Freies WLAN ist dabei zumindest ein erster Schritt und mit Inkrafttreten durch die Verkündung des neuen Telemediengesetzes im 35. Bundesgesetzblatt am 20. Juli 2016 kann dieser Schritt nun auch bedeutend sicherer gegangen werden. Im Kern steht das zweite Gesetz zur Änderung des Telemediengesetzes für mehr Rechtssicherheit für Unternehmen im Zusammenhang mit der sogenannten WLAN-Störerhaftung.

Mit seiner Änderung werden gewerbliche, nebengewerbliche und private WLAN-Anbieter zukünftig wie Zugangsanbieter zum Internet (Access Provider) behandelt. Dadurch sollen Betreiber eines WLAN-Netzes nicht mehr für Rechtsverstöße durch ihre Nutzer haften. Durch die Abschaffung der WLAN-Störerhaftung entstehen für den deutschen Einzelhandel umfangreiche Möglichkeiten im Bereich der Digitalisierung. Zahlreiche Technologien und Innovationen stehen dem Handel nun risikofrei zur Verfügung, u.a. virtuelle Ergänzungen des Warenangebots oder Innen-Navigation. Außerdem können durch frei zugängliches WLAN Bezahlvorgänge mit dem Smartphone abgewickelt und Wartezeiten für den Kunden (z.B. vor der Umkleidekabine) überbrückt werden.

Kaum Falschgeld im Einzelhandel

Die aktuellen Zahlen der Deutschen Bundesbank zu Falschgeld zeigen, dass die Kunden im Einzelhandel weitgehend sicher sein können, echtes Wechselgeld zu bekommen. „Falschgeld macht nicht mal 0,01 Promille des Handelsumsatzes aus. Damit liegt der Schaden durch Falschgeld gemessen an 480 Milliarden Euro Jahres-Umsatz im deutschen Einzelhandel im kaum feststellbaren Promillebereich“, so HDE-Experte Ulrich Binnebößel. Die Deutsche Bundesbank hatte bekanntgegeben, dass im vergangenen Jahr 45.625 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr registriert wurden. Die durch Falschgeld entstandene Schadenssumme beträgt damit 2,3 Millionen Euro. Damit liegt der Schaden ungefähr auf Vorjahresniveau.

„Die verlässlichen Kontrollen durch geschultes Personal und entsprechende Prüfapparate im Einzelhandel sowie die Ermittlungsarbeit der Polizei machen den Fälschern in Deutschland das Leben schwer“, so Binnebößel. Derzeit laufen im Handel die Vorbereitungen auf den neuen 50 Euro-Schein, der ab 4. April 2017 in den Zahlungsverkehr kommt.

VDZ-Vorstand im Amt bestätigt

Auf der diesjährigen Eurobike standen für den VDZ nicht nur die Branchenentwicklung, alte und neue Kontakte sowie Trends und Innovationen im Focus.

Auch für den VDZ-Vorstand galt es, sich in der turnusgemäßen Vorstandswahl Richtung Zukunft zu orientieren. In dieser Vorstandswahl am 02.09.2016 wurde der gesamte VDZ-Vorstand im Amt bestätigt und für die nächsten 5 Jahre einstimmig wiedergewählt.

DIETMAR KNUST, der seit 2011 im Amt ist, bleibt Vorsitzender des VDZ. Knust führt seit 1987 in 3. Generation die Geschäfte des Zweiradhauses Peter Born in Paderborn.

Zum 1. Stellvertretenden Vorstand wurde erneut GUIDO DÜNNEBACKE, 2-Rad Dünnebacke KG, Menden, gewählt. 2. Stellvertretender Vorstand ist weiterhin TOBIAS HEMPELMANN, Lippe-Bikes Hempelmann, Lage.

Auch die beiden Kassenprüfer stellten sich erneut zur Wahl und wurden einstimmig gewählt:

Thorsten Brinkmann, Rück am Ring GmbH & Co. KG, Bottrop

Klaus Ottensmann, Zweirad Dammann, Ahlen

VDZ-Geschäftsführer Thomas Kunz begrüßte die wiedergewählten Vorstandsmitglieder und dankte diesen für die Bereitschaft, sich erneut ehrenamtlich in der Verbandsarbeit zu engagieren. Geschäftsführung und Geschäftsstelle des VDZ freuen sich erneut auf eine konstruktive und angenehme Zusammenarbeit!

Radschnellwege im Bundesverkehrswegeplan

Am 03.08.2016 verabschiedete das Kabinett den Bundesverkehrswegeplan 2030.

Auf Initiative von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt findet sich dort – anders als in den Entwurfsfassungen vorgesehen – auch ein Passus zur Zukunft des Radverkehrs. Demnach wird der Bund sich im Rahmen seiner verfassungsrechtlichen Möglichkeiten in Zukunft stärker am Bau von Radschnellwegen beteiligen. Dies ist ein positives Signal für unsere Branche!

In Deutschland fahren etwa 11 Prozent der Berufstätigen mit dem Rad zur Arbeit – und niederländischen Regionen mit gut ausgebauten Radschnellwegen sind es über 25 Prozent. 300 Kilometer Radschnellwege gibt es in den Niederlanden schon, 600 weitere Kilometer sind in Planung. In Deutschland sind es nur zwischen 10 und 40 Kilometer, je nach Auslegung des Begriffs.

Für das ambitionierteste deutsche Projekt, den RS.1 quer durch das Ruhrgebiet, wurde per Machbarkeitsstudie errechnet, dass durch den Radschnellweg täglich 52.000 PKW-Fahrten mit über 400.000 Kilometern eingespart werden können. Außer im Ruhrgebiet liegen Pläne für Radschnellwege in den Großräumen Hannover, Frankfurt, Nürnberg und München vor. Der ADFC geht davon aus, dass alle diese Projekte durch die Unterstützungszusage des Bundes zusätzlichen Schub bekommen und nun tatsächlich in Angriff genommen werden können.

Zügig und komfortabel – auch über längere Distanzen

Radschnellwege werden in den Niederlanden („Snelfietsroutes“) und in Flandern („Fietsostrades“) bereits seit einigen Jahren erfolgreich als Alternative für Pendler, Lastentransporte und Freizeitfahrten genutzt. Kerngedanke solcher überregionalen Radverkehrsverbindungen ist, das komfortable und zügige Fahrradfahren auch über längere Distanzen zu ermöglich. Dafür werden Radschnellwege separat vom Kfz-Verkehr mit einem leichtläufigen Belag, großzügiger Breite und einer weitgehend geraden, kreuzungsfreien Streckenführung ausgestattet. Ziel ist, dass sich die Radstrecke als Alternative zum Autofahren bewähren kann – und dass darauf auch längere Strecken (10-15 km) als sonst mit dem Rad üblich (bis 5 km) zurückgelegt werden.

Eurobike 2016 – Alle Aussteller auf einen Blick

1.350 Aussteller aus 48 Nationen präsentieren sich dieses Jahr in 13 Messehallen sowie im Freigelände West und der DEMO AREA. Alte Bekannte und neue Gesichter der Bike-Industrie repräsentieren auf der 25. EUROBIKE die Branche, die für Händler, Professionals und Medienvertreter Orientierung für die Trends der kommenden Saison bietet. Alle Marken und Hersteller sind im Ausstellerverzeichnis 2016 von A bis Z aufgelistet und können über die intuitive oder erweiterte Suchfunktion gefunden werden. Hier geht´s zur Übersicht.

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