Bargeldobergrenze – Positionspapier des HDE

Der HDE hat zur Einführung einer Bargeldobergrenze ein Positionspapier erstellt, in das auch die Kommentare aus den Verbänden eingeflossen sind. Nach derzeitiger Informationslage muss die Wirksamkeit einer Bargeldobergrenze von 5.000 Euro angezweifelt werden.
Es bedarf zusätzlicher Analysen über die tatsächliche Wirksamkeit insbesondere im Güterhandel, bevor weitreichende und beschränkende Maßnahmen ergriffen werden Sollte sich belastbar ein Handlungsbedarf ergeben, muss eine europaweite Lösung im Fokus stehen.
Es bedarf zielgerichteter Maßnahmen mit Augenmaß, um mögliche Beschränkungen möglichst wenig belastend für die Wirtschaft umzusetzen.
Mit den Regulierungen zum Geldwäschegesetz und der bereits beschlossenen 4. Geldwäscherichtlinie sieht der HDE ausreichende Maßnahmen getroffen, die eine Verschleierung schwerer Straftaten und Terrorismusfinanzierung wirksam aufdecken können.
Insbesondere gilt auch, dass die Förderung von Alternativen zum Bargeld im Vordergrund stehen muss, bevor eine Beschränkung der Barzahlung in Angriff genommen werden kann.
Die Unterstützung der Umsetzung eines praktikablen Instant Payment-Verfahrens könnte beispielsweise Barzahlungen langfristig ersetzen.
Zum heutigen Zeitpunkt ist nicht sichergestellt, dass alternative Zahlungsmittel in der Lage sind, auch hohe Barzahlungen zu ersetzen, da zu häufig ein Betragslimit oder sonstige Beschränkungen bestehen. Der HDE lehnt daher eine Bargeldobergrenze ab.
Das Positionspapier finden Sie hier:
http://www.einzelhandel.de/index.php/zahlungssysteme/item/126263

 

Save the Date: Handelsforum OWL am 27.04.2016

Das Programm für die über die Grenzen OWL’s hinaus bekannte Traditionsveranstaltung steht - notieren Sie sich schon heute den Termin, um diesen Kongress nicht zu verpassen!
Hochkarätige Referenten und viele Praktiker werden das Thema Digitalisierung aus vielen unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.
Moderiert wird die Veranstaltung wieder von Corinna Lampadius, der sympathischen Journalistin und Moderatorin aus Hamburg.
Auch VDZ-Mitglieder sind herzlich Willkommen und zahlen den ermäßigten Preis von 149 Euro (statt 219 Euro).
Möchten Sie den Programmflyer automatisch per Post erhalten? Dann schreiben Sie uns einfach eine kurze Mail mit Ihrer Postanschrift.

 

Der deutsche Fahrrad- und E-Bike-Markt 2015 - Präsentation der Wirtschaftsdaten durch ZIV und VDZ

Das Mobilitätsverhalten der Bundesbürger verändert sich rasant, besonders im urbanen Raum. Das Auto ist immer weniger das Verkehrsmittel der Wahl, vor allem für Berufspendler. Das Fahrrad ist Begleiter in allen Lebenslagen und bietet eine individuelle, flexible, ökonomische und vor allem zeitsparende Form der Alltagsmobilität.
Dass Radfahren auch noch gesundheitsfördernd ist und die Umwelt schont, unterstreicht seine Bedeutung für die Zukunft.
Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) ist die nationale Interessenvertretung der deutschen Fahrradindustrie und ermittelt fortlaufend aktuelles Zahlen- und Informationsmaterial rund um den deutschen Fahrradmarkt.
Zum Start der Fahrradsaison 2016 stellt der ZIV zusammen mit dem VDZ die Entwicklungen der Fahrradindustrie und die aktuelle Marktsituation des Fachhandels vor.
Die Präsentation der Wirtschaftsdaten 2015 durch den ZIV und den VDZ findet am 08. März 2016 in der Berliner Bundespresskonferenz.
Weitere Informationen beim VDZ.

Winterschlussverkauf 2016

In diesem Jahr startete der freiwillige Winterschlussverkauf (WSV) am 25. Januar. Die Kunden können sich auf viele Schnäppchen freuen. Denn der Winter war insgesamt bisher deutlich zu milde, so dass im Handel kaum warme Bekleidung, Mützen oder Handschuhe über die Ladentische gingen. Die Lager der Händler sind demnach noch gut gefüllt. Die Textilhändler räumen ab Ende Januar ihre Vorräte und machen Platz für die Frühjahrsmode.

Wegen des großen Werbeeffekts und der guten Kundenresonanz beteiligen sich auch Händler aus anderen Bereichen am WSV. So gibt es viele günstige Angebote bei Schuhen, Sportbekleidung, Lederwaren, Heimtextilien, Möbeln sowie in Bau- und Elektronikmärkten.

Insgesamt schätzt der Handelsverband Deutschland, dass auch in diesem Jahr wieder etwa drei Viertel der Einzelhändler den großen Werbeeffekt des WSV für sich nutzen werden. Besonders für ländliche Regionen sowie kleinere und mittlere Städte ist der WSV von großer Bedeutung. Denn hier unternehmen viele Kunden aus dem Umland gezielte Schnäppchentouren in die Innenstädte. Die Schlussverkäufe sind auch nach dem Wegfall der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2004 nach wie vor sehr populär und erfolgreich. Deshalb bietet der Einzelhandel Winter- und Sommerschlussverkauf auch weiterhin an.

Steuer auf Spenden abschaffen - Hilfsbereitschaft fördern

Viele Einzelhandelsunternehmen spenden regelmäßig für wohltätige Zwecke. Gerade auch in der derzeit bestehenden Flüchtlingskrise tun sie dies unter anderem mit Sachspenden. Nach aktuellem Stand der Gesetze verursacht dieses soziale Engagement allerdings Umsatzsteuerzahlungen.

„Die Unternehmen müssen für ihre Sachspenden Umsatzsteuer zahlen, ohne Geld für die Ware erhalten zu haben. Das behindert die große Hilfsbereitschaft der Wirtschaft“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Für die Unternehmen habe das die absurde Folge, dass es umsatzsteuerlich sinnvoller ist, nicht mehr benötigte Gegenstände, wie etwa nicht mehr zum Verkauf vorgesehene Waren, zu entsorgen, statt sie zu spenden. Im Bereich von Lebensmittelspenden hilft die Finanzverwaltung zwar mit einer Billigkeitsregelung. Sie gilt allerdings nur bei Abgabe kurz vor dem Verfallsdatum, so dass ein Umsatzsteuerrestrisiko verbleibt. Überhaupt nicht gilt die Billigkeitsregelung für die in der aktuellen Flüchtlingskrise besonders gefragten Sachspenden aus dem Nichtlebensmittelbereich.

„Der Gesetzgeber sollte Sachspenden generell von der Umsatzsteuer freistellen. Hilfsbereitschaft darf nicht finanziell bestraft werden“, so Genth weiter. Die Bundesregierung solle sich auch auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass die Mehrwertsteuerregelungen entsprechend geändert werden.

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