Neue wichtige Informationspflichten für Online-Händler!

Online-Händler müssen seit dem 09.01.2016 auf ihrer Webseite auf die Streitbeilegungsstelle hinweisen und einen Link - leicht zugänglich
- vorhalten. (https://webgate.ec.europa.eu/odr/main/ index.cfm?event=main.home.chooseLanguage).
Die Plattform ist seit dem 15.02.2016 aktiv.
Der fehlende Hinweis wird bereits abgemahnt! Ein aktuelles HDE-Merkblatt, das Sie beim VDZ anfordern können, informiert über alles Wichtige.

Freiheit auf 2 Rädern - Eine Kampagne der FAZ

Heute startet die Kampagne „FREIHEIT AUF ZWEI RÄDERN“, die bundesweit in der F.A.Z. erscheinen wird.

MASTER Cover Peter Maffay verkleinert

Darin sind viele interessante Themen zu Fahrrad, E-Bikes und Motorrädern sowie spannende Interviews u.a. mit Peter Maffay, dem Tagesschausprecher Thorsten Schröder und dem Abenteurer Herbert Schwarz.

Auch der VDZ hat hierzu einen Artikel beigetragen, den Sie unter 

http://www.reise-urlaub-abenteuer.info/abenteuer/fahrrad/rueckenwind-fuer-radler?utm_campaign=freiheit-auf-2-radern_verband-des-deutschen-zweiradhandels-e_v_&utm_medium=social

nachlesen können.

Der Fahrradfachhandel 2015

Der VDZ auf der ZIV-Pressekonferenz am 08. März 2016 in Berlin

 

Umsatzentwicklung im Fahrradfachhandel
Nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2015 konnten die anfänglichen Umsatzverluste bis zur Jahresmitte wieder aufgefangen werden. Danach setzte sich der positive Trend in der Umsatzentwicklung fort.
Insbesondere beeinflusst durch einen milden, lang anhaltenden Herbst konnte der Fachhandel dann entgegen den Erwartungen auch in 2015 wieder einen klaren Umsatzzuwachszuwachs verbuchen. Dieser bewegt sich nach Informationen des VDZ zwischen 4% und 9% gegenüber dem Vorjahr.
Die starke Spreizung der Zuwächse war beeinflusst durch die Sortimentszusammensetzung (Anteil E-Bikes), die unterschiedlichen Marketingbemühungen und die Betriebsgrößenordnung der Unternehmen. Vor dem Hintergrund der starken Vorgaben aus 2014 hat diese Entwicklung die Erwartungen des Handels übertroffen.
Die Stückzahlen der verkauften Räder lagen über der Menge des Vorjahres (ca. 6 %). Durch den weiter deutlich gewachsenen Umsatzanteil der E-Bikes und ein stabiles, leicht steigendes Preisniveau  waren die Umsatzergebnisse in 2015 dann deutlich positiv.
Die Kundenzahl im Fachhandel ging um ca. 5 % zurück, wurde aber durch den höheren Umsatz pro Kunde und das angestiegene Preisniveau mehr als ausgeglichen.
Während bei Fahrrädern und vor allem bei E-Bikes Umsatzzuwächse erzielt werden konnten, wurde bei den Fahrradteilen und der Radbekleidung das Vorjahresergebnis egalisiert.
Zuwächse gab es noch bei den Lohnerlösen in der Werkstatt und im Service, diese wurden jedoch durch die erheblich angestiegenen Kosten für Mitarbeiter und Werkstattausstattung überkompensiert. Insgesamt wurde die Unternehmensrendite deshalb hierdurch negativ beeinflusst.
Hinsichtlich der Einflussfaktoren für die Umsatzentwicklung wird deutlich, dass die Kunden des Fachhandels „bedarfsbezogen“ kaufen, also kurzfristig vor der geplanten Nutzung. Damit werden die „Rüstzeiten“ für den Fachhandel immer kürzer und es kommt immer mehr darauf an, auf Kundenwünsche schnell reagieren zu können.
Viele Verbraucher kommen gut vorinformiert ins Geschäft (Internetrecherche!) und haben oft schon präzise Vorstellungen über die gewünschten Produkte. Das stellt den Handel vor besondere Herausforderungen bezüglich der Breite des Sortiments.
Bei Problemen und Reklamationen muss schnellstens Abhilfe geschaffen werden. Dies setzt eine enge und schnelle Zusammenarbeit mit den Vorlieferanten sowie Lieferpünktlichkeit voraus.

Elektromobilität
Der auch in 2015 wieder um ca. 20 % gestiegene Umsatz mit Elektro-Fahrrädern beeinflusste die Gesamtentwicklung des Handels positiv.
Dieser Zuwachs ist sowohl auf die weiter angestiegene Nachfrage zurückzuführen, wie auch auf viele technische Weiterentwicklungen, steigende Durchschnittspreise und nach wie vor sehr ausgeprägte Qualitäts- und Serviceerwartungen der Käufer.
Das Preisniveau bei den E-Bikes ist weiterhin stabil bis steigend, was der Fachhandel vor allem auf die Akzeptanz qualitativ hochwertiger Produkte seitens der Verbraucher zurückführt.
Das stellt an den Fachhandel als Partner der Verbraucher hohe Anforderungen - sowohl im Hinblick auf die Qualifikation der Mitarbeiter im Verkauf, wie auch im Service/der Werkstatt. Dies hat Konsequenzen für die Personalpolitik in den Unternehmen und auch Einfluss auf die Kostenstruktur.

  • Die Vielfalt und Komplexität der Produkte im Markt nimmt zu, das Angebot wird breiter, besser und technisch aufwändiger.
  • Die Verbraucher werden anspruchsvoller und sind in der Regel gut vorinformiert, kurze Wartezeiten stehen im Vordergrund der Erwartungen.Die
  • Ausbildung von Inhabern und Mitarbeitern im Handel ist wesentlich anspruchsvoller geworden, der „Schrauber“ von gestern ist nicht mehr gefragt.Aus- und Weiterbildung haben einen sehr viel höheren Stellenwert bekommen und es wird für viele Fachhändler immer schwerer ausreichend qualifizierte Mitarbeiter im Markt zu finden.
  • Die einzig mögliche Konsequenz hieraus ist eine ausreichende Einstellung von Auszubildenden und die kontinuierliche Weiterbildung aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter. Das ist von existenzieller Bedeutung für den serviceorientierten Fachhandel.
  • Von Bedeutung für die Existenz der Unternehmen ist auch, dass die Leistungen der Fachhändler bei Verkauf und Wartung der Produkte angemessen honoriert werden.
  • Das ist nicht nur vom Verhalten der Marktpartner abhängig, sondern auch vom dem der Anbieter in Handel und Handwerk selbst.
  • Reparatur und Wartung hochwertiger Produkte im Fahrradbereich werden immer weniger vom Verbraucher selbst ausgeführt. Das ist für die Leistungserbringer Anlass genug, alle Leistungen in diesem Bereich angemessen zu präsentieren und zu berechnen.

Der wachsende Einfluss der Elektrifizierung im Fahrradbereich trägt allerdings auch zur Konzentration im Handel bei. Die größeren Unternehmen sind durch ihre Flächenexpansion, den verstärkten Kapitaleinsatz und ein aggressiveres Wettbewerbsverhalten in 2015 wieder stärker gewachsen, als die Kleineren und Mittleren. Diese können allerdings durch gute Beratung und einen seitens der Verbraucher immer noch stark nachgefragten exzellenten Service Kunden an ihr Unternehmen binden.

 

Rendite
Nach den bisherigen Informationen des VDZ hat sich die Rendite des Fachhandels trotz guter Umsatzergebnisse im vergangenen Jahr aufgrund leicht fallender Handelsspannen und weiter gestiegener Kosten vor allem im Bereich der Personalkosten nicht verbessert.Dazu beigetragen hat aber auch der zum Teil harte Preiswettbewerb, sowohl regional wie auch durch den zunehmenden Einfluss des E-Commerce.


E-Commerce
In 2015 hat der Internethandel erwartungsgemäß wieder deutlichere Zuwachsraten erzielt, als der stationäre Handel und diesem weitere Markanteile abgerungen. Auch im Fahrradmarkt ist diese Entwicklung zu spüren, auch wenn der überwiegende Anteil der Verbraucher auf das Serviceangebot des Fachhandels nicht verzichten will. „Multi-Channel“ ist hier vielleicht das „Zauberwort“ für den Fachhandel. Im Internnet präsent sein und im stationären Geschäft den „Leistungsaustausch“  umsetzen. Das nur auf das Internet gestützte Geschäft dürfte für kleinere und mittlere Fachhandelunternehmen problematisch sein, weil es aufwändig und „renditeschwach“ ist. Zudem können die Händler hier ihre Leistungsqualität nur schwer zur Geltung bringen.

 

Entwicklungstrends im Fahrradhandel

Fahrräder
Es gibt einen Trend zu breiteren Reifen, besonders auch bei sportlich genutzten Rädern, eine Folge technischer Verbesserungen in diesem Sektor, der zudem erweiterte Nutzungsmöglichkeiten eröffnet.
Sportliche „High-End-Räder“ waren weiter gefragt. Auch Rennräder entwickelten sich positiv.

E-Bikes
„Elektrisch angetriebene Räder“ werden zunehmend auch für sportliche Zwecke genutzt, was vor allem dem Handel in bergigen Gegenden (Süddeutschland) zugute kommt.

Bekleidung/ Helme
Die Umsatzentwicklung bei funktionsgerechter Radbekleidung hat nicht mit der positiven Entwicklung der Branche Schritt gehalten, sondern liegt auf dem Niveau der Vorjahre.
Ein zunehmender Teil der Radler trägt Helm.

Werkstatt/Service
Die Lohnerlöse in der Werkstatt sind gestiegen, weil der Aufwand in der Werkstatt aufgrund steigender Technisierung größer geworden ist.
Eine nicht unwesentliche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Gewährleistung und Rückrufaktionen. Hier sieht der Fachhandel Handlungsbedarf hinsichtlich einer fairen Lastenverteilung und „Entbürokratisierung“ der Abrechnungsabläufe.
Ausgleichpflichtig sind nach Auffassung des Handels nicht nur die reinen Werkstattkosten, sondern auch der administrative Aufwand, so dass es im Interesse aller Beteiligten liegt, hier einfache und möglichst einheitliche Abrechnungsverfahren anzuwenden.

 

Statistische Daten
Bestand Fahrräder in Deutschland   72  Mio. Stck.
Jährlicher Umsatz Fahrräder             2,5 Mrd. € = ca. 4,3 Mio. Stck.

Absatz Zubehör, Textilien,
Ersatzteile, Werkstatt                           1,8 Mrd. € 

Gesamtumsatz Fahrradhandel         4,3 Mrd. €  

Marktanteil Fachhandel/Fachmärkt

in Stck.                                                     68  %    
in Euro                                                     80  %

Umsatzanteile:
Alltagsräder             in Stck. 23 %        in Euro 18 %
E-Bikes                     in Stck. 15 %        in Euro  30 %
Sportliche Räder    in Stck. 39 %        in Euro  32 %

 

Schlussbemerkung
Der Fahrradhandel ist davon überzeugt, dass die Nutzung des Fahrrades als Sportgerät zur Freizeitgestaltung und als Verkehrsmittel weiter zunimmt. Die Elektrifizierung bei Fahrrädern ist inzwischen - anders als beim KFZ - verkehrsbedeutsam und setzt sich zunehmend bei den Verbrauchern durch. Zu den Rahmenbedingungen für die Fahrradnutzung - elektrifiziert oder nicht - gehört der Radwegebau. Hier geschieht seitens der zuständigen öffentlichen Hand in Deutschland nach wie vor viel zu wenig und es ist sehr zu wünschen, dass in nicht all zu ferner Zeit hier ein fühlbarer  Wandel eintritt, allein schon zur Verbesserung der Sicherheit des Radfahrens.
Die technische Weiterentwicklung bietet nicht nur weitere Entwicklungschancen für die Branche, sondern stellt zunehmende Anforderungen an Handel und Industrie. Weil die Serviceerwartungen der  Fahrradnutzer hoch sind, liegt es im Inter-esse des Fachhandels und auch seiner Lieferanten, hier Modalitäten für eine enge und faire Zusammenarbeit zu entwickeln und umzusetzen, um mit einer Steigerung der Leistungsfähigkeit die Verbraucher zu überzeugen.

Die Präsentation zu dieser Pressemeldung finden Sie hier.

 

VDZ Verband des Deutschen Zweiradhandels e. V.
Thomas Kunz
Geschäftsführer

 

Bargeldobergrenze – Positionspapier des HDE

Der HDE hat zur Einführung einer Bargeldobergrenze ein Positionspapier erstellt, in das auch die Kommentare aus den Verbänden eingeflossen sind. Nach derzeitiger Informationslage muss die Wirksamkeit einer Bargeldobergrenze von 5.000 Euro angezweifelt werden.
Es bedarf zusätzlicher Analysen über die tatsächliche Wirksamkeit insbesondere im Güterhandel, bevor weitreichende und beschränkende Maßnahmen ergriffen werden Sollte sich belastbar ein Handlungsbedarf ergeben, muss eine europaweite Lösung im Fokus stehen.
Es bedarf zielgerichteter Maßnahmen mit Augenmaß, um mögliche Beschränkungen möglichst wenig belastend für die Wirtschaft umzusetzen.
Mit den Regulierungen zum Geldwäschegesetz und der bereits beschlossenen 4. Geldwäscherichtlinie sieht der HDE ausreichende Maßnahmen getroffen, die eine Verschleierung schwerer Straftaten und Terrorismusfinanzierung wirksam aufdecken können.
Insbesondere gilt auch, dass die Förderung von Alternativen zum Bargeld im Vordergrund stehen muss, bevor eine Beschränkung der Barzahlung in Angriff genommen werden kann.
Die Unterstützung der Umsetzung eines praktikablen Instant Payment-Verfahrens könnte beispielsweise Barzahlungen langfristig ersetzen.
Zum heutigen Zeitpunkt ist nicht sichergestellt, dass alternative Zahlungsmittel in der Lage sind, auch hohe Barzahlungen zu ersetzen, da zu häufig ein Betragslimit oder sonstige Beschränkungen bestehen. Der HDE lehnt daher eine Bargeldobergrenze ab.
Das Positionspapier finden Sie hier:
http://www.einzelhandel.de/index.php/zahlungssysteme/item/126263

 

Save the Date: Handelsforum OWL am 27.04.2016

Das Programm für die über die Grenzen OWL’s hinaus bekannte Traditionsveranstaltung steht - notieren Sie sich schon heute den Termin, um diesen Kongress nicht zu verpassen!
Hochkarätige Referenten und viele Praktiker werden das Thema Digitalisierung aus vielen unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.
Moderiert wird die Veranstaltung wieder von Corinna Lampadius, der sympathischen Journalistin und Moderatorin aus Hamburg.
Auch VDZ-Mitglieder sind herzlich Willkommen und zahlen den ermäßigten Preis von 149 Euro (statt 219 Euro).
Möchten Sie den Programmflyer automatisch per Post erhalten? Dann schreiben Sie uns einfach eine kurze Mail mit Ihrer Postanschrift.

 

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