Handelsforum OWL am 26. April 2017 in der Stadthalle Bielefeld

Das Wirtschaftsforum für Handel und Dienstleistung Ostwestfalen-Lippe, kurz HANDELSFORUM genannt, befasst sich seit vielen Jahren mit wichtigen Themen rund um den Handel, die auch branchenübergreifend von Interesse sind. Der Kongress ist weit über die Region OWL hinaus bekannt.

Das diesjährige 29. Handelsforum trägt den interessanten Titel

„DER NEUE KUNDE..zwischen On- und Offline - Jäger oder Gejagter?“

Das Handelsforum 2017 wird ein spannender und sehr interessanter Tag! Viele neue Aspekte und Praxisberichte erwarten Sie - lassen Sie sich das Handelsforum am 26. April 2017 nicht entgehen!

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm.

Der Handelsverband OWL bietet hier eine hochattraktive Veranstaltung zu Top-Konditionen an: 149 € für Mitglieder, 219 € für Externe, zzgl. MWSt. VDZ-Mitglieder erhalten die Mitgliedskonditionen.

Anmeldungen und weitere Infos zum Handelsforum bei Frau Eickelmann im Haus des Handels, Tel. 0521/965 10-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften

In einem gemeinsamen Forderungskatalog von ZIV, VSF und ADFC wird u. a. „Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften“ gefordert.

Der VDZ ist der Meinung, dass  Hauptverkehrsflüsse in Städten erhalten bleiben sollten.
Tempo 30 in Innenstadt-Kernen und Wohngebieten ist aus unserer Sicht absolut wichtig und wird in den meisten Fällen schon umgesetzt.

Unserer Meinung nach müssen jedoch Städte und Gemeinden eigenständig entscheiden können, für welche Bereiche dies gilt.
Ein Überstülpen einer generellenTempo-30-Verordung halten wir nicht für sinnvoll.

Der Fahrradfachhandel 2016

VDZ-PRESSEBERICHT, März 2017

 

Wirtschaftliche Entwicklung

Der Konjunkturverlauf im Deutschen Fahrradfachhandel war 2016 von dem sehr unterschiedlichen Witterungsverlauf geprägt.

Im ersten Halbjahr sind die Umsätze auf Grund des feuchten und kalten Wetters vielfach deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben und lagen zur Jahresmitte um ca. 6 bis 8 Prozent unter den Vorjahresergebnissen. Dabei gab es Abweichungen zwischen den Regionen und den einzelnen Unternehmen.

In der zweiten Hälfte des Jahres konnten - ebenfalls vorwiegend witterungsbedingt - die Rückstände vielfach wieder aufgeholt und teilweise auch übertroffen werden.

Eindeutig hat dabei der weiter zunehmende Verkauf von E-Bikes das Gesamtumsatzergebnis - auf Grund der höheren Durchschnittspreise dieser Räder - gerettet. Die verkauften Stückzahlen der Fahrräder insgesamt waren allerdings rückläufig.

Die örtliche und oft auch regionale Wettbewerbssituation hat die wirtschaftliche Entwicklung der Betriebe unterschiedlich beeinflusst. Die weitere Konzentration im Handel sowie der überproportional wachsende Online-Handel haben zu Markt-verschiebungen innerhalb des Fachhandels geführt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorjahresumsätze deutlich überschritten wurden.

Vor dem Hintergrund der hohen Zuwächse in den Vorjahren ist dieses Ergebnis besonders positiv zu werten und belegt, dass Radfahren weiter im Trend liegt.

 

Service

Die hohe Akzeptanz des Fachhandels im Fahrradmarkt hat (anders als in vielen anderen Einzelhandelsbranchen) ihre Ursache im hohen Servicebedarf der Fahrradnutzer.

Ein zufriedenstellendes, qualifiziertes Angebot und ein ausreichend dichtes Service-Netz sind wichtig für die Fahrradnutzung insgesamt. Im Servicebereich des Fachhandels gab es in 2016 Umsatz-Zuwächse.

Auch die überwiegend handelsorientierten Unternehmen haben ihr Serviceangebot ausgebaut. Ein guter Werkstattservice (Produktpflege, Wartung, Reparatur und Reklamationsbearbeitung) ist immer mehr ein wichtiges Marketinginstrument geworden und für ein erfolgreiches Agieren im Markt auch wegen der technisch immer aufwendiger werdenden Produkte unabdingbar.

Das hat zur Folge, dass der Fahrradhandel hier immer mehr investieren muss - sowohl in die technische Ausstattung der Werkstatt wie auch in die Qualifikation der Mitarbeiter.

Viele Händler nutzen inzwischen die Qualifizierungsangebote ihrer Kooperationspartner und Lieferanten mit dem Ziel einer Leistungsverbesserung und Zertifizierung des Werkstattbetriebs.

Umgekehrt liegt die Unterstützung der Handelspartner bei der Qualifikation im Servicebereich im vitalen Interesse der Hersteller, weil damit die Marke im Markt gestützt wird.

Die Fortbildung der Mitarbeiter aus dem Handel im Hinblick auf Service und Produkt-pflege ist deshalb auch ein wesentliches Marketinginstrument der Vorstufe des Handels.

Die Kunden des Fachhandels erwarten im Bedarfsfall besonders bei der Bearbeitung von Reklamationen eine schnelle und zuverlässige Mängelbeseitigung. Das erfordert fast immer eine enge Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Lieferanten.

Hier gibt es aus Sicht des Handels in vielen Fällen noch erhebliche Defizite.

 

Elektromobilität

Auch in 2016 haben die Elektro-Fahrräder wieder überproportionale Umsatzzuwächse erzielt. Sie erreichen - auch wegen der deutlich höheren Durchschnittspreise - bei den Einnahmen vieler Händler inzwischen einen Umsatzanteil von teilweise deutlich über 50 %. Mengenmäßig erreichen Elektroräder einen Anteil von 35 % der Fahrradumsätze.

Gestützt wird diese Entwicklung durch die technische Weiterentwicklung und die Tatsache, dass sich nun in verstärktem Maße auch sportliche Radfahrer dem Elektroantrieb zuwenden.

Die Durchschnittspreise von E-Bikes sind weiter gestiegen, von 2.200 Euro im Jahr 2013 auf inzwischen ca. 2.500 Euro brutto in 2016.

Die technische „Halbwertzeit“ dieser Räder hat sich allerdings weiter verkürzt. Das Angebot ist breiter geworden und stellt die beteiligten Handelsbetriebe vor hohe Anforderungen, auch im Hinblick auf die Pflege eines immer aktuellen Angebots. Die intensive Beschäftigung mit diesem Warenbereich ist für die meisten Händler zu einer Existenzfrage geworden.

 

Online-Handel

Auch im Fahrradmarkt spielt E-Commerce eine weiter zunehmende Rolle und zieht wachsende Marktanteile auf sich.

Immer deutlicher wird, dass der Online-Handel nicht die Domäne der Versand-spezialisten geblieben ist, sondern besonders den Marktteilnehmern Zuwächse bringt, die ihr stationäres Angebot durch einen aktiven Internet-Auftritt ergänzen.

Die über das Netz abgewickelten Umsätze dürften auch in 2016 zweistellig zugenommen haben.

Besondere Bedeutung hat E-Commerce im Zubehör- und Teilebereich sowie bei der Vermarktung von Sonderposten, da dieses Marktsegment preissensibel ist.

Zudem nutzen immer mehr Verbraucher das Internet zur Vorinformation und als Kontaktschiene. Ein attraktiver Internet-Auftritt ist darum auch für den stationären Handel ein wichtiger Marketingbestandteil!

 

Fahrrad-Leasing

Fahrräder werden zunehmend auch für die Fahrt zum Arbeitsplatz genutzt.

Der Gesetzgeber lässt deshalb nun die Nutzung der steuerlichen Vorteile von Diensträdern im Sinne der „Dienstwagenregelung“ zu. Da Fahrradnutzung aus gesundheitlichen Gründen vielen Menschen erstrebenswert erscheint, sind Arbeitgeber zunehmend bereit, ihre Mitarbeiter über Leasing-Verträge mit Fahrrädern für die Fahrt zur Arbeit auszustatten. Diese dürfen auch privat genutzt werden.

Der Fahrradhändler übernimmt als Vertragspartner des Arbeitgebers für die Dauer des Leasingvertrages den „Rundum-Service“ für das Fahrrad, einschließlich Wartung und Versicherung. So kann auch der Fachhandel die Fahrradnutzung als Verkehrsmittel im Berufsverkehr nachhaltig und langfristig unterstützen.

 

Einheitliche Kennzeichnung von Fahrrädern

Der VDZ fordert die Einführung einer einheitlichen, möglichst an gleicher Stelle auffindbaren, maschinenlesbaren Rahmennummer für alle Fahrräder.

Eine Vereinheitlichung, möglichst im Rahmen der DIN-Normen, bringt für alle Marktteilnehmer, vor allem auch für den Endverbraucher, erhebliche Vorteile bei der Identifizierung der Räder mit sich.

 

Entwicklungstrends in den Warengruppen

 

Fahrradumsätze ohne E-Bikes

wertmäßig                    6 % minus

stückzahlmäßig          10 % minus

 

E-Bikes

Wertmäßig                 17 % plus

stückzahlmäßig           11 % plus

 

Bekleidung/Helme, Zubehör

wertmäßig                  5 % plus

stückzahlmäßig          1 % plus

 

Ersatzteile/Werkstatt

10 % plus

 

Zusammenfassung

Der Markt im Fahrradfachhandel hat sich in 2016 auf hohem Niveau stabilisiert. Wesentliche Zuwächse waren im Bereich der E-Bikes und im Service zu erzielen.

Die Gesamtzahl der verkauften Räder lag um ca. 10% unter dem Vorjahr.

Umsatzmäßig wurde dies durch einen weiteren Zuwachs bei den Elektrorädern, sowohl vom Durchschnittspreis als auch von der Stückzahl her, ausgeglichen.

Die zunehmende Verlagerung hin zu den Elektrorädern führte auch zu einer wachsenden Inanspruchnahme des Service-Angebots im Handel.

 

Statistische Daten

Bestand Fahrräder gesamt in Deutschland                       73 Mio. Stck.

Jährlicher Umsatz      Fahrräder                                           2,6 Mrd. €  = 4,05 Mill. Stck.

Zubehör, Textilien, Ersatzteile, Service                               2,6 Mrd. €

Gesamtumsatz Fahrradbranche                                          5,2 Mrd. €

Marktanteil Fachhandel/Fachmärkte    in Stck.               69 Prozent

                                                                     in Euro                80 Prozent

Umsatzanteil E-Bikes                                in Stck.                15-18 Prozent

                                                                     in Euro                 35 Prozent

Durchschnittserlös                                   je Rad                      580 € brutto

                                                                    je E-Bike               2.500 € brutto

 

 

 

Maßnahmen gegen Manipulation & Tuning von E-Bikes

Selbstverpflichtung von Industrie, Handel und Handwerk

Die AG Fahrradwirtschaft (AGF) ist eine Plattform bestehend aus diversen Verbänden und Organisationen der Fahrradbranche, die sich bei regelmäßigen Treffen zu aktuellen Themen austauschen. Die Ziele der AGF sind die Bearbeitung gemeinsamer, übergreifender Themen, um Strategien und Lösungen zu finden.

Die AGF besteht aus folgenden Mitgliedern:

  • Zweirad-Industrie-Verband (ZIV)
  • Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ)
  • Verbund Service und Fahrrad (VSF)
  • BICO Zweirad Marketing GmbH
  • Bundesinnungsverband für das Deutsche Zweiradmechaniker-Handwerk (BIV).

Die Mitglieder der AGF sprechen sich strikt gegen jede Art der Manipulation an E-Bikes und E-Bike Antriebssystemen der deutschen und internationalen Fahrradindustrie aus, die z.B. der Steigerung der Leistung oder der maximalen Unterstützungsgeschwindigkeit dienen sollen. Die AGF weist ausdrücklich darauf hin, dass Manipulationen schwerwiegende negative Folgen sowohl technischer als auch haftungsrechtlicher Natur haben können.

Lesen Sie hierzu die Pressemeldung der AGF vom 01.03.2017.

 

Fahrradgeschäfte erzielten 2016 das größte Plus im Einzelhandel

Der Einzelhandel konnte nach den aktuellen Zahlen, die der Handelsverband Deutschland (HDE) am 01.02.2017 im Rahmen seiner Pressekonferenz präsentierte, 2016 ein leichtes Umsatzplus erzielen. Für 2017 fällt die Prognose ähnlich aus.
Den größten Umsatzsprung unter den Sparten konnte der Einzelhandel mit Fahrrädern verbuchen.
Der gesamte Einzelhandel erzielte 2016 nach den aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamts ein Umsatzplus von nominal 2,2 %. Auch in 2016 war der Online-Handel wieder der Umsatztreiber.
Deutlich besser als dieser Durchschnitt entwickelte sich der Umsatz im Fahrradhandel im Zeitraum Januar bis November 2016.
Hier lag der Zuwachs zum Vorjahreszeitraum bei nominal 9,7 %, real immerhin bei 6,4 %.
Diese Differenz deutet auch auf einen stärkeren Preisanstieg im Fahrradeinzelhandel als in anderen Branchen hin.

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